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Für herzkranke Kinder

Die Operationsmöglichkeiten für schwere angeborene und erworbene Herzfehler werden zwar immer besser, jedoch belasten lange Klinikaufenthalte, ungewisse Langzeitprognosen und kaum endende Sorgen um die jungen Patienten die ganze Familie. Viele Kinder haben dauerhaft eine Einschränkung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit zu verkraften. Die Erkrankung und Therapiefolgen behindern oft massiv die frühkindliche Entwicklung. Die Eltern haben Angst um die Zukunft ihrer Kinder und vor persönlichen Versäumnissen.
Basale Lebensbereiche der jungen Patienten sind gestört, die elterliche Betreuung der Kinder schwierig: Viele Kinder zeigen eine Trinkschwäche und Essprobleme, einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus und ausgeprägte Trennungsängste. Somit stehen Stärkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Förderung der psychomotorischen Entwicklung und die familiäre Krankheitsverarbeitung im Mittelpunkt der Rehabilitation.

Hier helfen Krankengymnastik, Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis, Krankengymnastik im Wasser, Hippotherapie, Spiel- und Sportgruppen, ergo- und heilpädagogische Förderung, Esstherapie, psychologisch begleitete Schlafprogramme und Begleitung der Krankheitsverarbeitung in psychologischen Einzel- und Gruppenangeboten.

Hat die Herzerkrankung Folgen an der Lunge hinterlassen oder haben Operationen zu Verformungen des Brustkorbes geführt, werden Atemtherapie und -gymnastik angeboten. Auch die Behandlung herztransplantierter Kinder und Jugendlicher gehört seit langem zu Routine in unserem Haus.

Im Vortrag " Die Herzerkrankung meines Kindes" können Eltern Fragen zur Erkrankung, Therapie und zum alltäglichen Umgang mit dem jungen Patienten klären. Neben einer anschaulichen Darstellung durch Organmodelle werden hier u.a. Fragen zu Urlaub, Sport oder Wohnverhältnissen diskutiert. Die Behandlung der jungen Patienten und ihrer Familien erfolgt durch erfahrene Kinderkardiologen in Kooperation mit dem Herzzentrum NRW in Bad Oeynhausen.

Im psychologisch angeleiteten Elterngesprächskreis werden Themen besprochen wie:

- Umgang mit den Ess- und Schlafproblemen der Kinder
- Kindliche Vorstellungen von der Herzerkrankung - wie rede ich mit meinem Kind?
- Vor- und Nachbereitung medizinischer Prozeduren
- Loslassen und Selbstwertstärkung der Kinder
- Umgang mit den eigenen und kindlichen Ängsten
- Umgang mit den Problemen der Geschwister